Solidarity From Another Galaxy // Mondo Bizarro

Ein kurzes Hallo aus der Coronapause! Wir sind auf diesem schicken Solisampler für einen Genossen aus Nürnberg mit unserem Song „Schwein“ vertreten. Zieht ihn euch und schmeißt euer Geld rein.

Hier ein kurzer Infotext:

„Wofür dieser Soli Sampler?

Unser Freund und Genosse Jan wurde zu einer Haftstrafe von 14 Monaten verurteilt. Warum?

Angeblich sei er an einem Juni Abend 2019 Teil einer Gruppe gewesen, die am Jamnitzer Platz in Nürnberg spontan gegen schikanöse Polizeikontrollen protestiert haben. Durch das laute Rufen von polizeifeindlichen Parolen fühlten sich die Cops so verängstigt, dass sie sich zurückzogen. Cool! Was folgte war nicht schön, aber zu erwarten: Die Story wurde mega hochgekocht, von „No Go – Areas“ gefaselt, es dürfe keine „rechtsfreien Räume“ geben und der „Rechtsstaat“ müsse jetzt entschlossen gegen diese Autonomen vorgehen; „Schuldige“ mussten gefunden werden.

Getroffen hat es Zwei.
Einer hat eine Bewährungsstrafe erhalten, Jan wurde zu einer Haftstrafe verurteilt. Über ein Jahr Haft für das bloße Anschreien von Cops und Kritisieren von Polizeimaßnahmen??? Hier ist eine neue Dimension der Repression erreicht! Noch krasser: Jan war an diesem Tag nicht einmal vor Ort, was auch ein Zeuge vor Gericht genau so aussagte.
Aber Richter*innen glauben nur den Cops, und eine Polizistin sagte, sie erkenne Jan wieder. Es spielte keine Rolle, dass ihre Beschreibung des Äußeren schlicht nicht zu Jan passt. Es spielte keine Rolle, dass sie sich widersprach, dass kein anderer Cop den angeblichen Vorfall überhaupt wahrgenommen hatte, dass es während den polizeilichen Ermittlungen massive suggestive Beeinflussung gab.

Mehr Infos zu dem Prozess findet ihr z.B. unter aufdersuche.blackblogs.org

Klar glauben wir an keinen „Rechtsstaat“. Mit diesen Urteilen hat das Gericht bewiesen, dass sie das auch nicht tun. Die einzigen „rechtsfreien Räume“ in Nürnberg sind Bullenwachen und das Gerichtsgebäude.

Uns bleibt unsere Solidarität. Wir dürfen Jan nicht alleine lassen. Informiert euch, lasst sehr gerne Kohle für die Gerichtskosten da und freut euch hoffentlich über die Musik, die von befreundeten Bands und solidarischen Musiker*innen beigesteuert wurden. Vielen Dank dafür!“

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Außerdem war Thommy bei Mondo Bizarro zu Gast und hat Senf zu diesem und jenem abgegeben:


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